Transformation des Firmengeländes als Teil des C-WERK-Quartiers
Wo bis 2020 Gummidichtungen produziert wurden, entsteht ein neues Quartier als Beitrag zur Stadtteilentwicklung: Auf dem rund drei Hektar großen Hutchinson-Areal in Aachen verbinden sich Arbeiten, urbane Produktion, Wohnen und Freizeit.
Der städtebauliche Entwurf von Molestina Architekten verbindet Büros, urbane Produktion, Werkstätten, Labore und Logistik mit der Wohnbebauung an Zeppelinstraße und Freunder Weg. Ein Activity-Hub soll Sport und Begegnung ermöglichen; Fitness, Klettern, Bouldern und Gastronomie sind angedacht.
Bezahlbares Wohnen im Holzbau
Gemeinsam mit dem Holzbauspezialisten Gropyus planen wir auf rund 5.500 m² Grundstücksfläche des Areals rund 10.000 m² Wohnfläche mit einem Holzbauanteil der Häuser von 85 bis 90 Prozent. Sockel, Tiefgarage und Treppenhauskerne sind in Massivbauweise vorgesehen. Rund die Hälfte der Wohnfläche soll öffentlich gefördert werden. Familienwohnungen und kleinere, teilmöblierte Apartments bieten Raum für unterschiedliche Generationen. Flexible Grundrisse lassen sich zusammenlegen und wieder trennen – so kann das Zuhause mit veränderten Lebenssituationen wachsen oder kleiner werden.
Gemeinschaft und nachhaltige Quartiersentwicklung
Ein grüner Innenhof, Gemeinschaftsräume und teilweise begrünte, nutzbare Dachflächen fördern das Miteinander. Eine geplante Seniorentagespflege mit der AWO sowie ein Bürgerbüro sollen auch der Nachbarschaft offenstehen. Beratungs-, Kurs- und Serviceangebote ergänzen das soziale Konzept. Autofreie Grünflächen, Fahrradstellplätze und eine geplante Mobilitätsstation mit Car-, Zweirad- und Lastenradsharing verbinden Aufenthaltsqualität mit alltagstauglicher Mobilität.
Nachhaltigkeit beginnt beim Rückbau: Eine Werkhalle konnte in den Niederlanden wieder aufgebaut werden; weitere Materialien werden wiederverwendet. Auf dem nahezu vollständig versiegelten Areal sind zusätzliche Grünflächen ohne zusätzliche Flächenversiegelung vorgesehen. Die Entwicklung baut auf einem studentischen Wettbewerb auf und wird durch Workshops, einen fachlichen Lenkungskreis und die Beteiligung der Nachbarschaft über unsere wan·del·bar begleitet.